Freitag, 15. Juli 2016
Afscheid nemen
Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Auch wenn das Jahr nicht so schön war, wie ich es mir vorgestellt habe, war es doch eine unglaubliche Erfahrung. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ohne meine Eltern gelebt und war für längere Zeit allein im Ausland. Ich hatte hier die Chance, wundervolle Leute kennen zu lernen und gute Freundschaften zu schließen. Ich habe mich super mit meiner Mitbewohnerin und meinen Mitfreiwilligen verstanden und ich vermisse sie jetzt schon. Auch einige meiner Kollegen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Meine Huisgenoten sind für mich inzwischen wie Geschwister auch wenn das bedeutet, dass mein "Bruder" 73 jahte alt ist. Es war eine schöne Erfahrung mit ihnen zusammen zu wohnen und jemanden bei sich zu haben, der sich wirklich jeden Tag aufs Neue freut, mich zu sehen und das auch immer wieder gerne ausdrückt.
Ich habe mir hier eine Art zweites Leben in den Niederlanden aufgebaut. Dazu zählen all die Bekanntschaften, die ich gemacht habe, mein Zimmer, das ich mir eingerichtet habe und die Stadt, in der ich mich auskenne und zu Hause fühle. Auch die Sprache ist ein Teil meines Lebens, das ich mir hier erarbeitet habe.
Manche dieser Dinge kamen von allein, für vieles musste ich kämpfen, fakt ist: ich werde mein Leben hier -so schwer es auch war- vermissen. Es ist viel schwieriger jetzt nach Hause zu gehen, als es damals war, Deutschland zu verlassen. Denn damals wusste ich, ich würde auf jeden Fall zurück kommen. Wenn ich Gouda jetzt verlasse werde ich nicht mehr zurück kommen, um hier noch einmal zu wohnen. Ich werde vielleicht zu Besuch kommen, aber das ist nicht das Gleiche. Es ist schwer zu gehen, aber früher oder später hätte ich sowieso gehen müssen.
Ich werde demnächst noch etwas über die Niederländer schreiben, das war also nicht der letzte Eintrag.
It's time to go
Liebe Blog-Leser,
hiermit möchte ich euch mitteilen, dass ich beschlossen habe, das Jahr hier in Gouda ein wenig früher zu beenden. Hier herrschen unmenschliche Zustände, die eine Zumutung für jeden Freiwilligen sind. Mit ASF ist alles abgesprochen, sie befürworten meine Entscheidung. Genaueres werde ich in meinem Projektbericht erläutern.
Am Montag fahre ich nach Hause, allerdings folgen noch mindestens zwei weitere Blogeinträge ;)
hiermit möchte ich euch mitteilen, dass ich beschlossen habe, das Jahr hier in Gouda ein wenig früher zu beenden. Hier herrschen unmenschliche Zustände, die eine Zumutung für jeden Freiwilligen sind. Mit ASF ist alles abgesprochen, sie befürworten meine Entscheidung. Genaueres werde ich in meinem Projektbericht erläutern.
Am Montag fahre ich nach Hause, allerdings folgen noch mindestens zwei weitere Blogeinträge ;)
Mittwoch, 22. Juni 2016
Wenn ein Rucksack an der Flagge hängt
Buonasera!
Hier bin ich wieder. Italien war super! Solltet ihr jemals nach Venedig kommen, ist ein Ausflug nach Burano auf jeden Fall etwas, das ihr auf gar keinen Fall verpassen dürft. Es ist einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe.
Das Erdbeereis in Verona auf dem Piazza dei Signori ist außerdem neben dem einen, das ich damals in Bologna gegessen habe, das beste Erdbeereis, das ich jemals probiert habe. Es schmeckt zu 100 % nach Erdbeeren und nicht nach irgendeinem Versuch, durch billige Chemie den Geschmack von Erdbeeren zu imitieren. Eigentlich mag ich kein Erdbeereis, aber in Italien mache ich da eine große Ausnahme.
Das kurz zu unserem Trip nach Italien. Seid ich wieder zurück in den Niederlanden bin, ist mir an mehreren Häusern in verschiedenen Straßen folgendes Bild zu Augen gekommen:
Ja, da hängt tatsächlich ein (Schul-)Rucksack an einer niederländischen Flagge. Auch, wenn es regnet. Ich hab natürlich nachgefragt und habe erfahren, dass man hier, wenn man sein "Endexamen" bestanden hat, seine Schultasche an die Flagge hängt, um die tolle Neuigkeit zu verkünden. Meiner Meinung nach ein sehr cooler Brauch. Passt irgendwo auch zu den Niederländern, weil sie sehr oft irgendwelche Neuigkeiten auf solch eine Art und Weise verkünden. Wenn zum Beispiel ein Kind geboren ist, man Geburtstag hat oder Oma und Opa geworden ist, dann wird das komplette Riesenfenster geschmückt, um die Neuigkeit zu verkünden. Noch interessanter ist, dass es hier auch Postkarten zu allen möglichen Anlässen zu kaufen gibt. Okay, dass man zum Baby oder Geburtstag gratuliert ist normal. Aber ich hab damals keine Karte bekommen, als ich mein Seepferdchen gemacht habe oder als meine Katze gestorben ist. Für Umzüge bzw neue Häuser, Abschiede und den Führerschein, sowie das Endexamen gibt es hier echt eine riesen Auswahl an Karten zu kaufen.
Ich weiß nicht, wie sehr es gefeiert wird, wenn man sein Seepferdchen gemacht hat (wobei das Seepferdchen, oder auch "Schwimmdiplom" hier echt ne viel größere Sache ist, als bei uns), aber es ist durchaus süß, dafür eine Karte zu bekommen.
Ciao :)
Hier bin ich wieder. Italien war super! Solltet ihr jemals nach Venedig kommen, ist ein Ausflug nach Burano auf jeden Fall etwas, das ihr auf gar keinen Fall verpassen dürft. Es ist einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe.
Das Erdbeereis in Verona auf dem Piazza dei Signori ist außerdem neben dem einen, das ich damals in Bologna gegessen habe, das beste Erdbeereis, das ich jemals probiert habe. Es schmeckt zu 100 % nach Erdbeeren und nicht nach irgendeinem Versuch, durch billige Chemie den Geschmack von Erdbeeren zu imitieren. Eigentlich mag ich kein Erdbeereis, aber in Italien mache ich da eine große Ausnahme.
Das kurz zu unserem Trip nach Italien. Seid ich wieder zurück in den Niederlanden bin, ist mir an mehreren Häusern in verschiedenen Straßen folgendes Bild zu Augen gekommen:
Ja, da hängt tatsächlich ein (Schul-)Rucksack an einer niederländischen Flagge. Auch, wenn es regnet. Ich hab natürlich nachgefragt und habe erfahren, dass man hier, wenn man sein "Endexamen" bestanden hat, seine Schultasche an die Flagge hängt, um die tolle Neuigkeit zu verkünden. Meiner Meinung nach ein sehr cooler Brauch. Passt irgendwo auch zu den Niederländern, weil sie sehr oft irgendwelche Neuigkeiten auf solch eine Art und Weise verkünden. Wenn zum Beispiel ein Kind geboren ist, man Geburtstag hat oder Oma und Opa geworden ist, dann wird das komplette Riesenfenster geschmückt, um die Neuigkeit zu verkünden. Noch interessanter ist, dass es hier auch Postkarten zu allen möglichen Anlässen zu kaufen gibt. Okay, dass man zum Baby oder Geburtstag gratuliert ist normal. Aber ich hab damals keine Karte bekommen, als ich mein Seepferdchen gemacht habe oder als meine Katze gestorben ist. Für Umzüge bzw neue Häuser, Abschiede und den Führerschein, sowie das Endexamen gibt es hier echt eine riesen Auswahl an Karten zu kaufen.
Ich weiß nicht, wie sehr es gefeiert wird, wenn man sein Seepferdchen gemacht hat (wobei das Seepferdchen, oder auch "Schwimmdiplom" hier echt ne viel größere Sache ist, als bei uns), aber es ist durchaus süß, dafür eine Karte zu bekommen.
Ciao :)
Mittwoch, 8. Juni 2016
Musik, 1, 2, 3, 4
Letzte Woche beim Schwimmen hat der Bademeister im Schwimmbad plötzlich einen Song abgespielt, der sich als die niederländische Version von Andrea Bergs "Du hast mich 1000 mal belogen" entpuppte. Falls ihr euch das antun möchtet und es euch interessiert, wie ein deutscher Schlager in einer anderen Sprache klingt: im Niederländischen heißt der Song "Je hebt me 1000 maal belogen" und wird von Laura Lynn gesungen. Viel Spaß beim googeln ;)
Für alle Leute, die nicht gerade Fan von Schlagern sind, habe ich ganz am Anfang meines Jahres hier auch eine niederländische Version von Tim Bendzkos "Nur noch kurz die Welt retten" gehört.
Ich bin jetzt erst einmal für eine Woche in Urlaub und ganz froh hier mal raus zu kommen. Bis zum nächsten mal mit vielleicht ein paar Geschichten aus Italien.
Sonntag, 29. Mai 2016
FÜNPOP
Halli hallo hallöchen!
Heute war ein wirklich cooler Tag!
Wir waren zusammen mit Sophia, Matteo, Janka, Fiona und Dana (Assistenten aus Manna), Alicia und Timo (Manna-Huisgenoten) und Bernd (ein Ateljee Makker) auf einem Musikfestival für Menschen mit Behinderung. Es hieß Funpop (auf holländisch fÜnpop) und war in irgendeinem Ort namens "Horst". Laut den Holländern war das im "Süden" deshalb war es auch den ganzen Tag warm und Sonnig. Eigentlich waren Sturm, Hagel und Gewitter gemeldet, aber wir haben in unseren langen Hosen und Pullover gut geschwitzt.
Es gab eine große Bühne mit Programm von verschiedenen Künstlern. Keine Ahnung, wie die ersten zwei Bands hießen, die da waren, ich fand sie auch nich so besonders. Wir standen aber durchaus vor der Bühne und haben alle zusammen getanzt :) nachdem wir uns für eine Pause in den Schatten gesetzt haben, sind wir für "The Kik" wieder auf den Platz vor der Bühne gegangen. Diese Band war ziemlich cool. Die Musik war etwas peppiger, da hat das Tanzen auch mehr Spaß gemacht. Sophia hatte leider keine lust mehr zu tanzen, Matteo hatte noch keine Lust zu tanzen, er sagte er könne nicht tanzen (beim Zähneputzen sieht das aber ganz anders aus). Alicia war die ganze Zeit super drauf und hat wirklich den ganzen Tag lang getanzt un gelacht :)
Es folgte eine weitere Pause im Schatten. Nachdem wir alle ausgeruht waren und genug getrunken hatten, haben Matteo und ich angefangen, mit seiner Flasche fangen zu spielen. Es hat nicht lang gedauert, bis Alicia sich zu uns gesellt hat und mitgespielt hat. Janka, Bernd, Dana, Fleur und Timo haben sich nach kurzer Zeit auch zu uns gestellt und mitgespielt. Es war ein sehr simples Spiel aber es hat ziemlich viel Spaß gemacht und es war ein schöner Moment, fast mit allen dort zu stehen und die Flasche durch die Gegend zu werfen :D
Anschließend ging es wieder zur Bühne. Es folgte der Auftritt von Ali B. Er ist wohl ein ziemlich bekannter Rapper hier in den Dutchlands und auch Juror bei The Voice Kids. Auch wenn ich ihn persönlich etwas komisch finde, war der Moment in dem er aufgetreten ist einer der coolsten Momente von heute. Nicht wegen ihm, sondern wegen Matteo. Der hat nämlich endlich die Lust am Tanzen gefunden und er schien sich seine gesamte Energie für Ali B aufgehoben zu haben. Er ist nämlich so richtig wild abgegangen und hat mit uns allen durchgeknallt getanzt und Späße gemacht, wollte gar nicht mehr aufhören. Aber auch Alicia fand es total super und ist ziemlich viel mitgesprungen :)
Nach Ali B waren wir auch dementsprechend fertig und es folgte eine weitere Pause :D dann haben wir uns mal die Zelte und das Programm überall auf dem Platz angeschaut. Sophia hat ein Karussell gesehen und wollte darauf fahren. Sie und die anderen fanden das total super. Während Dana, Fiona, Janka, Bernd, Alicia und Timo in der Silent Disco tanzen waren, bin ich mit Sophia ins "Knutsel" Zelt gegangen. Sie hat sich sehr darüber gefreut, sich hinsetzen und ein Mandala ausmalen zu können. Übrigens ist sie gerade immer mehr am Reden. Wir probieren sie darin zu fordern und zu ermutigen und gerade am Freitag während des Schwimmens hat sie mich mit einem vollständigen Satz mit -für sie schwierige Wörter- überrascht. Das war einfach super!
Alicia kam dann auch zum Mandala ausmalen. Bernd wollte sich gerne schminken lassen, Matteo war nicht sicher und ich hab ihm gesagt, dass ich es auch machen lass, wenn er sich schminken lässt. Dementsprechend hat sich Bernd in ein fancy Monster verwandelt und Matteo hat sich ein Funpop Logo auf den Arm machen lassen. Mein Motiv durfte Matteo aussuchen. Zum Glück hat er sich gegen den Vorschlag der Frau, die geschminkt hat, entschieden. Das wäre nämlich Hello Kitty gewesen. Ich finde Matteos Wahl lässt sich auf jeden Fall sehen.
Timo ist zwischendurch hingefallen und hat von den Sanitätern eine Kuscheltier Eule bekommen. Die fand er so super, dass er sie den ganzen Tag herum getragen hat und mit ihr gespielt und gekuschelt hat (zwischendurch haben die zwei sogar rumgeknutscht). Er hat seine neue Freundin Ali B genannt.
Um 5 Uhr sind wir mit Überraschungszwischenstop McDonalds zurück nach Gouda gefahren.
Als ich nach Hause kam, war mein Haus plötzlich sauber! Meine Kollegin Lina scheint wohl ganz schön gelangweilt gewesen zu sein und hat diese Langeweile in Produktivität umgewandelt. Danke dir!
Hier würde man sagen, dass der Tag echt "vet" war!
PS.: Ich höre mir "the Kik" gerade auf spotify an, live sind die wesentlich cooler.
Außerdem treffe ich hier sehr viele komische Leute mit sehr komischen Ansichten und so langsam frag ich mich echt, ob das die Holländer sind oder ob ich einfach nur ziemlich viele durchgeknallte Menschen kennen lerne.
Heute war ein wirklich cooler Tag!
Wir waren zusammen mit Sophia, Matteo, Janka, Fiona und Dana (Assistenten aus Manna), Alicia und Timo (Manna-Huisgenoten) und Bernd (ein Ateljee Makker) auf einem Musikfestival für Menschen mit Behinderung. Es hieß Funpop (auf holländisch fÜnpop) und war in irgendeinem Ort namens "Horst". Laut den Holländern war das im "Süden" deshalb war es auch den ganzen Tag warm und Sonnig. Eigentlich waren Sturm, Hagel und Gewitter gemeldet, aber wir haben in unseren langen Hosen und Pullover gut geschwitzt.
Es gab eine große Bühne mit Programm von verschiedenen Künstlern. Keine Ahnung, wie die ersten zwei Bands hießen, die da waren, ich fand sie auch nich so besonders. Wir standen aber durchaus vor der Bühne und haben alle zusammen getanzt :) nachdem wir uns für eine Pause in den Schatten gesetzt haben, sind wir für "The Kik" wieder auf den Platz vor der Bühne gegangen. Diese Band war ziemlich cool. Die Musik war etwas peppiger, da hat das Tanzen auch mehr Spaß gemacht. Sophia hatte leider keine lust mehr zu tanzen, Matteo hatte noch keine Lust zu tanzen, er sagte er könne nicht tanzen (beim Zähneputzen sieht das aber ganz anders aus). Alicia war die ganze Zeit super drauf und hat wirklich den ganzen Tag lang getanzt un gelacht :)
Es folgte eine weitere Pause im Schatten. Nachdem wir alle ausgeruht waren und genug getrunken hatten, haben Matteo und ich angefangen, mit seiner Flasche fangen zu spielen. Es hat nicht lang gedauert, bis Alicia sich zu uns gesellt hat und mitgespielt hat. Janka, Bernd, Dana, Fleur und Timo haben sich nach kurzer Zeit auch zu uns gestellt und mitgespielt. Es war ein sehr simples Spiel aber es hat ziemlich viel Spaß gemacht und es war ein schöner Moment, fast mit allen dort zu stehen und die Flasche durch die Gegend zu werfen :D
Anschließend ging es wieder zur Bühne. Es folgte der Auftritt von Ali B. Er ist wohl ein ziemlich bekannter Rapper hier in den Dutchlands und auch Juror bei The Voice Kids. Auch wenn ich ihn persönlich etwas komisch finde, war der Moment in dem er aufgetreten ist einer der coolsten Momente von heute. Nicht wegen ihm, sondern wegen Matteo. Der hat nämlich endlich die Lust am Tanzen gefunden und er schien sich seine gesamte Energie für Ali B aufgehoben zu haben. Er ist nämlich so richtig wild abgegangen und hat mit uns allen durchgeknallt getanzt und Späße gemacht, wollte gar nicht mehr aufhören. Aber auch Alicia fand es total super und ist ziemlich viel mitgesprungen :)
Nach Ali B waren wir auch dementsprechend fertig und es folgte eine weitere Pause :D dann haben wir uns mal die Zelte und das Programm überall auf dem Platz angeschaut. Sophia hat ein Karussell gesehen und wollte darauf fahren. Sie und die anderen fanden das total super. Während Dana, Fiona, Janka, Bernd, Alicia und Timo in der Silent Disco tanzen waren, bin ich mit Sophia ins "Knutsel" Zelt gegangen. Sie hat sich sehr darüber gefreut, sich hinsetzen und ein Mandala ausmalen zu können. Übrigens ist sie gerade immer mehr am Reden. Wir probieren sie darin zu fordern und zu ermutigen und gerade am Freitag während des Schwimmens hat sie mich mit einem vollständigen Satz mit -für sie schwierige Wörter- überrascht. Das war einfach super!
Alicia kam dann auch zum Mandala ausmalen. Bernd wollte sich gerne schminken lassen, Matteo war nicht sicher und ich hab ihm gesagt, dass ich es auch machen lass, wenn er sich schminken lässt. Dementsprechend hat sich Bernd in ein fancy Monster verwandelt und Matteo hat sich ein Funpop Logo auf den Arm machen lassen. Mein Motiv durfte Matteo aussuchen. Zum Glück hat er sich gegen den Vorschlag der Frau, die geschminkt hat, entschieden. Das wäre nämlich Hello Kitty gewesen. Ich finde Matteos Wahl lässt sich auf jeden Fall sehen.Timo ist zwischendurch hingefallen und hat von den Sanitätern eine Kuscheltier Eule bekommen. Die fand er so super, dass er sie den ganzen Tag herum getragen hat und mit ihr gespielt und gekuschelt hat (zwischendurch haben die zwei sogar rumgeknutscht). Er hat seine neue Freundin Ali B genannt.
Um 5 Uhr sind wir mit Überraschungszwischenstop McDonalds zurück nach Gouda gefahren.
Als ich nach Hause kam, war mein Haus plötzlich sauber! Meine Kollegin Lina scheint wohl ganz schön gelangweilt gewesen zu sein und hat diese Langeweile in Produktivität umgewandelt. Danke dir!
Hier würde man sagen, dass der Tag echt "vet" war!
Groetjes van Sarah *sing*
PS.: Ich höre mir "the Kik" gerade auf spotify an, live sind die wesentlich cooler.
Außerdem treffe ich hier sehr viele komische Leute mit sehr komischen Ansichten und so langsam frag ich mich echt, ob das die Holländer sind oder ob ich einfach nur ziemlich viele durchgeknallte Menschen kennen lerne.
Dienstag, 24. Mai 2016
Once upon a time I was told so much...
Once upon a time wurde mir gesagt, das hier wäre eine Gemeinschaft.
Once upon a time wurde mir gesagt, das hier wäre mein zu Hause.
Die Arche macht mich fertig.
Heute habe ich gefragt, ob ich am Ende vom Jahr zusammen mit meiner Mom noch 1-2 Tage länger hier bleiben darf. Mir wurde gesagt, dass ich hier nicht länger als bis zum offiziellen Ende meines IJFD willkommen bin, weil sie nicht möchten, dass meine Negativität an die neuen Freiwilligen über geht. Dass ich ihnen zu viele negative Geschichten aus meinem Jahr erzähle. In dem Moment, in dem sie mir das gesagt haben, haben sie eine weitere negative Geschichte erstellt, die jetzt im Internet steht. Eine der ersten negativen Geschichten, die ich in meinem Blog über die Arche schreibe.
Wir waren als Freiwillige in der Arche von Anfang an nicht willkommen und das sind wir bis heute nicht. Vor allem, weil wir uns nicht ausnehmen lassen wollen und mit uns nicht alles machen lassen.
Freiwillige sein ist nicht einfach, denn man bekommt hier oft das Gefühl, der letzte Dreck zu sein.
Es soll Zeiten gegeben haben, zu denen es hier anders war.
Zeiten, in denen Freiwillige hier eine zweite Familie und ein zweites zu Hause gefunden haben.
Es gibt Freiwillige, die immer wieder gerne auf Besuch zurück kommen.
Keiner von uns wird gerne auf Besuch zurück kommen.
Wie es einem in der Arche geht ist eine Achterbahn, die konstant auf und ab fährt.
Während ich diesen Vergleich ziehe, weiß ich nicht einmal, ob es mir gut geht, wenn ich auf, oder wenn ich ab fahre.
Es macht mich traurig, dass man hier freiwillig arbeitet und dann doch nicht willkommen ist.
Und es tut mir für meine Huisgenoten Leid, dass mein Arbeitsenthusiasmus mit jedem Tag sinkt, das aber absolut nichts mit ihnen zu tun hat.
Ich habe so viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt und mir werden nicht einmal zwei Tage geschenkt.
In 100 Tagen ist es vorbei.
Once upon a time wurde mir gesagt, das hier wäre mein zu Hause.
Die Arche macht mich fertig.
Heute habe ich gefragt, ob ich am Ende vom Jahr zusammen mit meiner Mom noch 1-2 Tage länger hier bleiben darf. Mir wurde gesagt, dass ich hier nicht länger als bis zum offiziellen Ende meines IJFD willkommen bin, weil sie nicht möchten, dass meine Negativität an die neuen Freiwilligen über geht. Dass ich ihnen zu viele negative Geschichten aus meinem Jahr erzähle. In dem Moment, in dem sie mir das gesagt haben, haben sie eine weitere negative Geschichte erstellt, die jetzt im Internet steht. Eine der ersten negativen Geschichten, die ich in meinem Blog über die Arche schreibe.
Wir waren als Freiwillige in der Arche von Anfang an nicht willkommen und das sind wir bis heute nicht. Vor allem, weil wir uns nicht ausnehmen lassen wollen und mit uns nicht alles machen lassen.
Freiwillige sein ist nicht einfach, denn man bekommt hier oft das Gefühl, der letzte Dreck zu sein.
Es soll Zeiten gegeben haben, zu denen es hier anders war.
Zeiten, in denen Freiwillige hier eine zweite Familie und ein zweites zu Hause gefunden haben.
Es gibt Freiwillige, die immer wieder gerne auf Besuch zurück kommen.
Keiner von uns wird gerne auf Besuch zurück kommen.
Wie es einem in der Arche geht ist eine Achterbahn, die konstant auf und ab fährt.
Während ich diesen Vergleich ziehe, weiß ich nicht einmal, ob es mir gut geht, wenn ich auf, oder wenn ich ab fahre.
Es macht mich traurig, dass man hier freiwillig arbeitet und dann doch nicht willkommen ist.
Und es tut mir für meine Huisgenoten Leid, dass mein Arbeitsenthusiasmus mit jedem Tag sinkt, das aber absolut nichts mit ihnen zu tun hat.
Ich habe so viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt und mir werden nicht einmal zwei Tage geschenkt.
In 100 Tagen ist es vorbei.
Montag, 16. Mai 2016
Vorurteil: Niederländer / Deutsche können kein Auto fahren
An irgendeinem Punkt in einem Auslandsjahr hat jeder einmal mit einem Bewohner des Landes, in dem man sich gerade befindet, ein Gespräch über Vorurteile, die das jeweils eigene gegenüber dem anderen Land hat.
Niederländer sind Käseköpfe.
Deutsche trinken ständig Bier
(und haben auch riesige Bierflaschen, 0,5 l ist echt viel!).
Niederländer laufen nur in Holzschuhen.
Deutsche tragen Lederhose und Dirndl.
Niederländer rauchen die ganze Zeit Gras.
Deutsche hören nur Schlager.
Niederländer lieben Camping.
Deutsche sind sehr seriös und lachen fast nie.
Niederländer, Fahrräder, Windmühlen und Tulpen gehören einfach zusammen.
Deutsche buddeln Löcher an den niederländischen Stränden.
Aber das aller Wichtigste:
Niederländer fahren schrecklich Auto.
Deutsche fahren schrecklich Auto.
Es war sehr lustig von meiner ehemaligen Mentorin zu erfahren, dass die Niederländer von uns Deutschen genauso wie wir Deutsche von ihnen denken, dass wir nicht Auto fahren könne. Zu schnell, zu langsam, rücksichtslos, was auch immer. Das jeweils andere Land kann es einfach nicht. Aber wie kommt es dann, dass es auf den Straßen im eigenen Land doch irgendwie funktioniert? Nachdem ich inzwischen öfter über niederländische Autobahnen gefahren bin, habe ich eine Theorie entwickelt: wir bekommen das Auto fahren einfach auf unterschiedliche Art und Weise beigebracht.
Wenn man mal die Niederländer auf der Autobahn beobachtet, dann fällt schnell auf: sie blinken einmal und egal von wo man kommt, wie schnell man ist oder generell was man macht, sie wechseln einfach 10 Meter vor uns die Spur und wir müssen erst einmal scharf bremsen, weil wir dachten, dass sie -wie jeder Deutsche auch- noch eben warten bis sie sehen, dass da echt genug Platz ist, um die Spur zu wechseln. Wenn wir Deutsche den Blinker setzten, dann warten wir noch mindestens 10 Minuten, bis wir endlich die Spur wechseln, weil wir sicher gehen müssen, dass hinten, vorne, links und rechts auch bloß jeder gesehen hat, dass wir die Spur wechseln wollen und nicht auf die Idee kommt, uns umzufahren. Ich gehe davon aus, dass uns das Wechseln der Fahrspur in der Fahrschule einfach anders beigebracht wird. Dementsprechend gibt es Missverständnisse, wenn der eine die Spur einfach wechselt oder der andere es angibt und dann erst einmal doch nicht tut.
Was ich aber bis heute nicht verstehe: Man wird hier sehr oft durch Niederländer auf dem Fahrrad mit einem Sicherheitsabstand von MAXIMAL 20 cm überholt! Ich weiß nicht, wie man das Überholen von Fahrrädern hier lernt, aber mir wurde in Deutschland beigebracht MINDESTENS 150 cm Sicherheitsabstand beim Fahrradüberholen einzuhalten! Man bekommt es echt mit der Angst zu tun, wenn man hier von einem Auto überholt wird! Aber Niederländer schaffen es irgendwie auch mit 60 durch mega schmale Straßen, die links und rechts in einem Wassergraben ohne jegliche Abgrenzung münden, zu fahren.
PS.: Idioten, die mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Straßen rasen gibt es in jedem Land.
Niederländer sind Käseköpfe.
Deutsche trinken ständig Bier
(und haben auch riesige Bierflaschen, 0,5 l ist echt viel!).
Niederländer laufen nur in Holzschuhen.
Deutsche tragen Lederhose und Dirndl.
Niederländer rauchen die ganze Zeit Gras.
Deutsche hören nur Schlager.
Niederländer lieben Camping.
Deutsche sind sehr seriös und lachen fast nie.
Niederländer, Fahrräder, Windmühlen und Tulpen gehören einfach zusammen.
Deutsche buddeln Löcher an den niederländischen Stränden.
Aber das aller Wichtigste:
Niederländer fahren schrecklich Auto.
Deutsche fahren schrecklich Auto.
Es war sehr lustig von meiner ehemaligen Mentorin zu erfahren, dass die Niederländer von uns Deutschen genauso wie wir Deutsche von ihnen denken, dass wir nicht Auto fahren könne. Zu schnell, zu langsam, rücksichtslos, was auch immer. Das jeweils andere Land kann es einfach nicht. Aber wie kommt es dann, dass es auf den Straßen im eigenen Land doch irgendwie funktioniert? Nachdem ich inzwischen öfter über niederländische Autobahnen gefahren bin, habe ich eine Theorie entwickelt: wir bekommen das Auto fahren einfach auf unterschiedliche Art und Weise beigebracht.
Wenn man mal die Niederländer auf der Autobahn beobachtet, dann fällt schnell auf: sie blinken einmal und egal von wo man kommt, wie schnell man ist oder generell was man macht, sie wechseln einfach 10 Meter vor uns die Spur und wir müssen erst einmal scharf bremsen, weil wir dachten, dass sie -wie jeder Deutsche auch- noch eben warten bis sie sehen, dass da echt genug Platz ist, um die Spur zu wechseln. Wenn wir Deutsche den Blinker setzten, dann warten wir noch mindestens 10 Minuten, bis wir endlich die Spur wechseln, weil wir sicher gehen müssen, dass hinten, vorne, links und rechts auch bloß jeder gesehen hat, dass wir die Spur wechseln wollen und nicht auf die Idee kommt, uns umzufahren. Ich gehe davon aus, dass uns das Wechseln der Fahrspur in der Fahrschule einfach anders beigebracht wird. Dementsprechend gibt es Missverständnisse, wenn der eine die Spur einfach wechselt oder der andere es angibt und dann erst einmal doch nicht tut.
Was ich aber bis heute nicht verstehe: Man wird hier sehr oft durch Niederländer auf dem Fahrrad mit einem Sicherheitsabstand von MAXIMAL 20 cm überholt! Ich weiß nicht, wie man das Überholen von Fahrrädern hier lernt, aber mir wurde in Deutschland beigebracht MINDESTENS 150 cm Sicherheitsabstand beim Fahrradüberholen einzuhalten! Man bekommt es echt mit der Angst zu tun, wenn man hier von einem Auto überholt wird! Aber Niederländer schaffen es irgendwie auch mit 60 durch mega schmale Straßen, die links und rechts in einem Wassergraben ohne jegliche Abgrenzung münden, zu fahren.
PS.: Idioten, die mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Straßen rasen gibt es in jedem Land.
Abonnieren
Posts (Atom)


